Leben aus der Mitte

Leben aus der Mitte

Zen-Kontemplation

Ladm enomiya-lassalle zenlehrer - Leben aus der Mitte

Zenlehrer
Hugo Makibi Enomiya-Lassalle SJ
Ai-Un Wolke der Liebe

Der Jesuit, Japan-Missionar, Erbauer der Weltfriedenskirche in Hiroshima und Pionier des Zen für Christen ist in vielfacher Hinsicht an der Entstehung des Programs „Leben aus der Mitte“ beteiligt. Das Erleben der Atom-Katastrophe bestärkte ihn in der Suche nach einem neuen Bewusstsein. Einen Weg dahin fand er in der Erfahrung der Zen-Meditation, die auch sein Christ-Sein bereicherte und radikal auf das Wesentliche, auf Jesus Christus, ausrichtete. In dem buddhistischen Meister Yamada Roshi fand er einen für Nicht-Japaner und besonders Christen offenen Lehrer, dem er sich anvertraute. Nach der Öffnung der Kirche für andere Religionen reiste er durch ganz Europa und führte Menschen in die Stille ein. So begegnete er auch Pater Johannes Kopp. Beide blieben sich ein Leben lang in tiefer Freundschaft verbunden. Auf die Initiative und durch die Vermittlung von Pater Lassalle wurde es möglich, dass Pater Johannes Kopp im Auftrag des Bistums Essen und seiner Gemeinschaft der Pallottiner nach Japan gehen konnte und dort mit vielen anderen Interessierten Christen (darunter auch Ordensleute und Priester) von Pater Lassalle bei Yamada Roshi eingeführt wurden. Dieser nannte Pater Lassalle seinen „Meister des Lebens“ und gab ihm den Zen-Namen „Ai-Un – Wolke der Liebe“. Seine Zen-Erfahrung und seine Lebensweise waren für Pater Johannes Kopp zeitlebens ein Vorbild. Oft trafen sie sich, wenn Pater Lassalle Kurse in Deutschland gab. Er war gern gesehener Gast im Pfarrhaus der Pallottiner in Mülheim an der Ruhr. Das Zendo erhielt den Namen: Lassalle-Raum – Wolke der Liebe. PR

Pater Hugo Enomiya-Lassalle SJ starb am 7.Juli 1990 in Münster.

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Literatur


1. Kraft aus dem Schweigen

2. Zen-Unterweisung

3. Zen und christliche Mystik

4. Zen-Meditation für Christen

5. Meditation als Weg zur Gotteserfahrung

6. Wohin geht der Mensch?

Literatur