Leben aus der Mitte

Leben aus der Mitte

Zen-Kontemplation

LadM Klaus-Fahrendorf protrait 2026 - Leben aus der Mitte

Zenlehrer
Klaus Fahrendorf
Cloud of Merciful Awareness

0234-79 59 47
info@zen-bochum-weitmar.de
zen-bochum-weitmar.de


Klaus Fahrendorf (*1947) war nach einem rechtswissenschaftlichen Studium in Münster und Freiburg als Richter, zunächst beim Landgericht Bochum und seit 1984 bis zum Ruhestand 2012 beim Oberlandesgericht Hamm, tätig. Seine Zen-Schülerschaft bei Pater Johannes Kopp SAC begann 1990. Die Koan-Schulung in der Tradition von Yamada Kôun Roshi schloss er Anfang 2008 ab. Seine Ernennung durch Pater Johannes Kopp SAC (Hôun Ken Roshi) zum Zen-Lehrer im Programm „Leben aus der Mitte“ erfolgte im April 2008 zusammen mit seiner später im Dezember 2008 an einer Krebserkrankung verstorbenen ersten Ehefrau Marlis Fahrendorf (Cloud of infinite Beginning).

"Als Familienvater und als Richter im Berufsleben vollauf beschäftigt mit zahlreichen und wichtigen Aufgaben blieben die existentiellen religiösen Grundfragen meiner Jugend weiterhin virulent. So war es nur konsequent, dass ich als 42-Jähriger in dem Programm „Leben aus der Mitte“ von Pater Johannes Kopp SAC instinktiv die verheißungsvolle Möglichkeit sah, ohne meine christlichen Wurzeln verleugnen zu müssen oder gar zu verlieren, einen ganz und gar konkreten, nüchternen und ohne jegliche esoterische Beimischung daherkommenden Erfahrungsweg gehen zu können.

Inspiriert von meinem Meister Pater Johannes Kopp SAC (Hôun Ken Roshi) konnte ich die Koan-Schulung abschließen und erhielt den Zen-Lehrer-Namen „Cloud of merciful Awareness“ – eine große Ehre, Verpflichtung und ein Lebens-Koan zugleich. Dieses offene und im Wesen barmherzige, nachsichtige Gewahrsein ist für mich im Bindestrich von „Zen-Kontemplation“ sozusagen gebündelt zusammengefasst. In diesem Bindestrich, der in meinem Verständnis eine Brücke zwischen Zen-Tradition und christlicher Tradition ausdrückt, sehe ich zudem ein Angebot für jeden Einzelnen, Zugang zu den Schätzen beider Traditionen und zu einer „absoluten“ Berührungsfreiheit zu finden. Einer Freiheit, uns von allen Klischees, gerade den religiösen und spirituellen, die oftmals behindern können, zu lösen – und das, was uns im tiefsten Wesen ausmacht, zum Zuge kommen zu lassen.

Ich erlebe, dass und wie zen-buddhistische Tradition und christliche Tradition sich wechselseitig inspirieren und einen Weg offener Orientierung und Erfahrung eröffnen, ohne sich zu vermischen. So bleiben für mich die Einzigartigkeit und Identität jeder Tradition bestehen, wird respektiert und führt zur Entdeckung von Komplementaritäten der beiden Pfeiler unserer Zen-Praxis und unseres Lebens.

Ich begleite voller Freude und Anteilnahme SchülerInnen und alle anderen TeilnehmerInnen – bei den wöchentlichen Abendmeditationen in Bochum, den Zazenkais dort und in Hattingen-Welper sowie bei den Meditationskursen (sog. Sesshins) an verschiedenen Orten. Monatliche Online-Abendmeditationen und Online-Dokusan-Abende für auswärtige SchülerInnen komplettieren das Programm.

In allem geht es immer darum, sich auf die oder den jeweiligen Menschen vor mir in einem Gesamtgeschehen im Herz-Geist (jap. Kokoro) auszurichten. Jeder ist willkommen, ungeachtet seines Herkommens und seiner Ausrichtung."

Literatur


1. Leuchtende Dunkelheit – dunkles Licht

2. Ein Nicht-Buddhist fragt Buddha

3. Wach da sein: ZEN im Leben

4. Finde tiefen Glauben in dir selbst

5. ZEN – Inmitten des Alltags

6. Ochse und Hirte

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