Leben aus der Mitte

Leben aus der Mitte

Zen-Kontemplation

LadM StephanieHahn protrait 2026 - Leben aus der Mitte

Assistierende Zenlehrerin
Stephanie Hahn
Wolke der großen Hoffnung

0163-2397952


Stephanie Hahn (*1958) war bis 2001 als Krankenschwester in der Pflege tätig. Dann traf sie die Entscheidung, sich beruflich und persönlich gänzlich neu zu orientieren und begann ihren Dienst in der ambulanten Hospizarbeit und Trauerbegleitung. Die bereits in der Kindheit angelegte Sehnsucht nach Stille führte sie 2012 in den Einführungskurs im Programm „Leben aus der Mitte“ – Zen-Kontemplation. Im November 2013 wurde sie Schülerin von Pater Johannes Kopp SAC (Houn Ken Roshi). Sie durchlief die weitere Koanschulung in der Tradition der Sanbo-Zen-Schule ab Dezember 2015 als Schülerin von Klaus Fahrendorf (Cloud of Merciful Awareness).

Sie wurde am 01. November 2024 zur assistierenden Zen-Lehrerin mit dem Namen "Wolke der Großen Hoffnung" gemeinschaftlich von den Zen-Lehrern Pater Paul Rheinbay, Klaus Fahrendorf, Sven Kosnick, Guido Quinkert und Peter Sommer ernannt.

"Während der Ausbildung zur Krankenschwester wurde ich bereits in jungen Jahren mit Leid und den existentiellen Themen Krankheit, Sterben, Tod und Trauer konfrontiert. Ich hatte viele Fragen in mir ohne Antworten zu finden. Es gab jedoch einige Menschen in meinem Leben, die mir durch ihren vorgelebten Glauben, ihr eigenes Vertrauen in Gottes Liebe und ihr Handeln im Alltag einen Weg gezeigt haben, mit all diesen Herausforderungen und Schwierigkeiten umzugehen. So konnte sich in mir etwas vertiefen, was ich mit dem Begriff „Vertrauen“ benennen möchte.

Nach einschneidenden Krisen kam ich zur Entscheidung, den Dienst in der Hospizbewegung und Trauerbegleitung zu beginnen. Die innige Bitte in Psalm 25: „Herr, zeig mir den Weg, den ich gehen soll“, hat mich schon da geleitet und begleitet mich bis heute.

Als ich dann 2012 Pater Johannes Kopp kennenlernte, war mir ab der ersten Begegnung klar, dass mein Weg in der Zen-Kontemplation weitergeht – der Weg, den ich gehen soll, wie es im Psalm 25 heißt. 2014 wurde ich Mitarbeiterin im Programm. Geprägt von der Freude auf dem Weg der Zen Übung, fasste ich nochmals einen Entschluss mit weitreichenden Folgen für mein Leben. Ich zog vom Rheinland nach Essen um vor Ort mich noch intensiver im Programm zu engagieren und den begonnenen spirituellen Übungsweg im Zen konsequent weiterzugehen. In allen Entscheidungen und den damit verbundenen Schwierigkeiten und Herausforderungen spürte ich mich getragen vom Vertrauen ins Leben selbst, in Gott und in Christus in mir. 

Für mich heißt dies: Das ganz alltägliche Leben als Übungsweg zu erfahren – so wie es im Koan 19 in der Sammlung des Mumonkan benannt ist: „Alltag ist der Weg“.

In Dankbarkeit und mit Freude bin ich weiter Übende."

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