Assist. Zenlehrerin (Lehrtätigkeit ruht)
Astrid Heidemann
Wolke des großen Weges
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astridheidemann@yahoo.de
"Wolke des großen Weges"
Dr. Astrid Heidemann (*1979)
Meditation, zunächst Vipassana, seit 1999
Zen-Schülerin bei Pater Johannes Kopp seit 2003, beendete die Koan-Schulung bei Klaus Appelmann, Mitarbeiterin im Programm Leben aus der Mitte seit 2023. Verheiratet, eine Tochter (*2016).
"Als Kind und Grundschülerin begann ich nach „der Wahrheit“ zu suchen, weil ich den Eindruck hatte, hinter einem Schleier zu leben. Ich wollte damals unbedingt dem Tod ins Auge blicken und übte immer wieder nachts im Bett eine Art Todesmeditation, die mich ängstigte, mir aber auch notwendig zu sein schien. Die evangelische Konfirmation war mir wichtig, in dieser Zeit versprach ich, Gott mein Leben zu widmen. Nach dem Abitur zog ich nach Oldenburg. Ab 1996 hatte ich Yoga geübt, ab 1999 Meditation, zunächst im Vipassana-Stil. Bei einem Auslandsaufenthalt in Australien und den USA entdeckte ich über monastische katholische Klöster die kontemplative Tradition des Christentums und war geflasht. Hier schien ich zu finden, was ich sehnlichst gesucht hatte: Eine Verbindung dessen, was ich aus der fernöstlichen Meditation kannte, mit dem Christentum. Unter dem Eindruck dieser „Berufungserfahrungen“ trat ich 2002 zum Katholizismus über. Die Suche nach einem Meditationslehrer führte mich 2003 zu Pater Johannes Kopp nach Essen. Ich wurde Schülerin und konnte 2004 nach dem Abschluss des Biologiestudiums für über zehn Jahre nach Essen ziehen, um mich intensiv der Zen-Schulung zu widmen. Parallel studierte ich noch Theologie und promovierte zum Begriff der religiösen Erfahrung in Zen-Buddhismus und Christentum.
Beruflich bin ich als Akademische Rätin für Katholische Theologie an der Universität Wuppertal tätig. Es macht mir Freude mit Studierenden zu arbeiten und mit ihnen Theologie, Fragen des Glaubens und des interreligiösen Dialogs zu erörtern. Mit meiner Familie wohne ich in der Nähe von Freiburg. Zen war eine wunderbare Vorbereitung darauf, Mutter zu werden."
Die wichtigste Aufgabe des Menschseins ist das Erwachen zur reinen
Wirklichkeit. Mit der Realisierung kommen wir an kein Ende, wir stehen
stets am Beginn einer großen Verheißung, die uns ruft.
Literatur
1. Religiöse Erfahrung als theologische Kategorie
Grenzgänge zwischen Zen und christlicher Theologie