Leben aus der Mitte

Leben aus der Mitte

Zen-Kontemplation

Tra­di­ti­on

Ladm enomiya-lassalle zenlehrer - Leben aus der Mitte

Hugo Makibi Enomiya-Lassalle SJ

Ai-Un Wolke der Liebe
Zenlehrer

Yamada-Roshi LadM 2026 - Leben aus der Mitte

Yamada Kôun

Zenmeister von Lassalle und Kopp

Johannes Kopp - Leben aus der Mitte

Johannes Kopp SAC

Hôun-ken Wolke des Dharma
Roshi, Gründer des Programms

  • Wie das Programm entstand

    Es war im Jahr 1972, als Johannes Kopp – Pallottiner-Pater und damals Religionslehrer im Ruhrgebiet – zum ersten Mal dem Japan-Missionar Pater Lassalle begegnete. Dieser war damals auf Europareise und vermittelte eine Erfahrung, die er selbst gemacht hatte. In der strengen Übung des Zen in Japan war ihm klar geworden, dass dieser Weg von universaler Bedeutung für alle Menschen sein kann und dass er Christen zu einer Vertiefung ihrer Gottesbeziehung führen kann. 

    In der auch für Nicht-Mönche offenen Zen-Schule „Sanbo Kyodan“ heute „Sanbo Zen“ hatte er in Yamada Roshi einen buddhistischen Zen-Meister gefunden, der offen war für suchende Menschen aus dem Westen.

  • Lassalle Einführungs-Vorträge in Europa

    So hielt Lassalle in Europa Einführungs-Vorträge, begleitet von langen Zeiten der Stille. Ernsthaft Interessierte lud er ein, mit ihm nach Japan zu kommen. Pater Johannes war interessiert und motiviert. Wie Pater Lassalle war er, geprägt durch die Erfahrung von Gewalt und Krieg, davon überzeugt, dass nur ein verändertes Bewusstsein die Menschheit vor einer nochmaligen humanitären Katastrophe bewahren könne. 

    Seine Gemeinschaft und das Bistum Essen ermöglichten ihm mehrere mehrmonatige Aufenthalte in Japan. In dieser Zeit durchlief er die Zen-Schulung, motiviert durch die Aufforderung seines Meisters: „You must realize, that Jesus Christ is in you“– Du musst verwirklichen, dass Jesus Christus in dir ist. 1985 erhielt Pater Johannes von Yamada Roshi die Lehrbefähigung mit den Namen „Hôun-ken – Wolke des Dharma“.

  • Leben aus der Mitte – Zen-Kontemplation

    Parallel zu diesem Geschehen gab es in Europa und in den USA ein reges Interesse an Meditation und östlichen Praktiken. In der katholischen Kirche war dies motiviert durch die Aufbruchshaltung des II. Vatikanischen Konzils, bei dem erstmals in wertschätzender Haltung von anderen Religionen gesprochen wurde. 

    Dabei fanden die Stille- und Versenkungs-Wege des Buddhismus ausdrückliche Erwähnung. Interreligiöser Dialog auch auf der spirituellen Ebene war nun eine Möglichkeit und Notwendigkeit. Hier zeigte sich der Platz für das Programm „Leben aus der Mitte – Zen-Kontemplation“.

  • Zen und Christ-Sein

    Von Beginn an wollte das Programm Zen und Christ-Sein ermöglichen; die lange im Buddhismus verwurzelte, doch jedem Menschen zugängliche Übung des Zen in fruchtbaren Dialog mit der übergegenständlichen, wortlosen Gebetsweise der christlichen Tradition bringen. 

    Erste Kurse des Programms fanden 1972 im damaligen Priesterseminar in Essen-Werden statt. Das zum Haus gehörige Schwimmbad wurde 2005 zu einem Zendo (Meditationsraum) umgebaut und diente als Zentrum des Programms, bis zum Verkauf des Hauses 2022 durch das Bistum.

  • Ernennung von Zen-LehrerInnen

    Nach der Ernennung von mehreren seiner Schüler zu Zen-Lehrern übergab Pater Johannes 2014 die Leitung des Programms seinem pallottinischen Mitbruder Pater Paul Rheinbay, der diese Aufgabe gemeinsam mit ebenfalls von Pater Johannes ernannten Lehrern der Zen-Kontemplation (Klaus Fahrendorf, Sven Kosnick, Guido Quinkert, Peter Sommer) und einem Kreis von AssistentInnen wahrnimmt. 

    2016 starb Pater Johannes. Durch die erstmalige Ernennung von weiteren „Assistant Zen Teachers“ in den Jahren 2023 und 2024 ist ein weiterer Schritt in die Zukunft getan. 

    Weiterhin versteht sich das Programm als spirituelles Angebot des Bistums Essen, organisatorisch und freundschaftlich verbunden mit dem in Hattingen (Ruhr) ansässigen „team exercitia“.